Unsere hervorragende Ruppertsberger Weine können Sie vor Ort an folgenden Stellen probieren und erwerben:
Name
Anschrift
Tel
Fax
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Hauptstr. 33A
06326 / 98 21 73
06326 / 98 15 96
Obergasse
06326 / 87 28
 
 
Hauptstr. 68
06326 / 89 09
06326 / 87 75
Weinstr. 1
06326 / 77 33
 
 
Mittelgasse 15
06326 / 82 21
 
 
Hauptstr. 74
06326 / 9 62 97-0
06326 / 9 62 97-9
Von-Dalberg-Str. 26
06326 / 88 81
 
 
Raiffeisenstr. 5
06326 / 2 41
06326 / 98 03 45
Hauptstr. 70
06326 / 59 60 oder 86 48
 
Die Weinlagen in Ruppertsberg sind durch die Haardt geschützt und werden vom bekannt milden Klima begünstigt.
Rund um Ruppertsberg finden Sie folgende Weinlagen:
Name der Lage
Fläche (ha)
Bodenart
Linsenbusch
220
sandiger Lehm bis lehmiger Sand, überwiegend Löß
Reiterpfad
87
steinig, sandig bis sandiger Lehm, am Gebirgsrand Gehängeschutt (Buntsandstein)
Nußbien
75
Sand, Lehm, am Gebirgsrand Gehängeschutt (Buntsandstein)
Hoheburg
20
steiniger Sand bis sandiger Lehm
Gaisböhl
15
sandige Lehme mit Sandstein und Kalksteingeröll; häufig auch tonige Lehme, kalkhaltig, stark wechselnd
Spieß
6
steiniger Sand, am Gebirgsrand Gehängeschutt (Buntsandstein)
Die Rebsorten der Pfalz sind sehr vielfältig. Daher sollen an dieser Stelle die zwölf wesentlichen Pfälzer Rebsorten, stellvertretend für viele andere, genannt werden:
Riesling
Müller-Thurgau oder Rivaner
Kerner
Ein Herzensbrecher mit fruchtigem Zitrusaroma, Rasse und markanter Säure - und außerdem ein Tausendsassa, der häufig ran muß, wenn aus Wein Sekt werden soll und der sich zudem bestens für Eisweine und Auslesen eignet.
In der Pfalz präsentiert sich der Riesling - was die Säure angeht - meist zurückhaltend. Aber ein "König der Weißweine" muss nun wahrlich nicht protzen: Denn erstens hat er an der Mittelhaardt in Orten wie Deidesheim, Ruppertsberg, Forst und Wachenheim schon seit Jahrhunderten eine seiner deutschen Hochburgen; und zweitens hat er die Pfalz in den letzten Jahren im Sturm erobert. Seit 1995 regiert die kostbarste deutsche Weißweinsorte in der Rebflächen-Statistik (21,2 Prozent) und beschert den Weinliebhabern fürstliche Geschmackserlebnisse und der Pfalz jede Menge Auszeichnungen.
Er gehört zu den Stillen im Lande, die nicht viel Aufhebens von ihren Qualitäten machen. Ein grundsolider Typ eben, mit Eltern, die sich sehen lassen können (Riesling und Gutedel) und einem ebensolchen Züchter-Vater und Namensgeber (Professor Müller aus dem Thurgauin der Schweiz). In der Pfalz nach dem Riesling die zweithäufigste Sorte, deren trockenmoderne Variante unter dem Namen Rivaner gerade eine Renaissance erlebt. Kein Wunder; denn der Müller-Thurgau respekitve Rivaner kann mit zartem Muskat- und Walnusstönen betören und passt mit seiner milden Säure bestens zu leichten Speisen wie Fisch. Als frühreifes Früchtchen muss er aber von seinen Verehrern (oder Verehrerinnen) jung getrunken werden.
Ein junger; selbstbewusster Aufsteiger aus dem Hause Riesling (Kreuzung Blauer Trollinger und weißer Riesling), der in Geschmack und Säure viel vom Vater hat. Mit seiner frischen, gehaltvoll-würzigen Art hat er die Herzen der Weinliebhaber im Sturm erobert und wächst inzwischen in der Pfalz auf mehr als 9 Prozent der Weinbergsfläche. Bei vielen Vorspeisen oder auch weißem Fleisch gweinnt der Kerner als dezenter Begleiter die Sympathien der Genießer: So hätte der nette Kerl von nebenan, der am liebsten bescheiden im Hintergrund bleibt, auch Justinus Kerner; dem 1862 gestorbenen Dichter und Arzt aus Weinsberg, gefallen
Silvaner
Scheurebe
Morio-Muskat
Der Mann aus dem Osten gab noch vor Jahrzehnten den Ton an im multikulturellen Rebengarten der Pfalz. Das hat sich geändert, doch allseits beliebt ist der süffige Silvaner noch immer (fast 6 Proent der Rebfläche). Auf jeden Fall wird kaum mehr ein Wort über seine ungewöhnliche Herkunft verloren. Dabei soll die Wildrebe aus Kaukasien stammen, manche munkeln sogar etwas von einer Herkunft aus Transsylvanien (dort, wo angeblich auch die Vampire zu Hause sind !). Aber keine Angst: Wer bei dem zurückhaltend-neutralen Typ mit seiner milden Säure anbeißt, muss es nicht bereuen - und wird bei vielen leichten Speisen begeistert mit der Zunge schnalzen
Da hat man es im Reben-Leben natürlich leicht: Mutter Silvaner; Vater Riesling, und schon stehen dem Nachfahren die Rebflächen offen. Etwa 4 Prozent sind es inzwischen in der Pfalz, doch jetzt hat die Nachkriegs-Karriere erst einmal einen Knick. Dabei war Züchter Georg Scheu voll des Lobes üer seine Entdeckung und schwärmte vom verstärkten Riesling-Bukett und dem Körperreichtum. Egal, ob als trocken ausgebauter Wein (etwa zu weißem Fleisch) oder als Auslese, Beerenauslese oder Eiswein, die Scheurebe betört Gaumen und Nase: etwa mit Pfirsicharomen, mit Rosenduft oder dem Bukett von schwarzen Johannisbeeren. Nachzuschmecken beispielsweise in der Pfalz.
Der einzige waschechte Pfälzer im Dutzend-Spektrum ist irgendwie aus der Art geschlagen: Denn der würzige Muskat-Ton der Sorte - sie wurde in den zwanziger Jahren von Peter Morio an der Lehr- und Forschungsanstalt in Neustadt gekreuzt und auf dem Geilweilerhof bei Siebeldingen vermehrt - ist keinem der Eltern (Silvaner und Weißer Burgunder) eigen. Der Karriere des Kindes (immerhin fast 3 Prozent Rebfläche) als typischer Bukett-Wein mit aromatischen Spätlesen, als Schoppenwein oder Begleiter von kräftigen Speisen, hat das nicht geschadet. Höchstens der Muskateller könnte neidisch werden: Aber mit diesem Klassiker hat Morios Zögling rein gar nichts zu tun.
Weissburgunder
Grauburgunder oder Ruländer
Gewürztraminer
Noch so ein bescheidener "Hans-Dampf-in-allen-Gassen" im pfälzischen Reben-Revier; der zu fast allen Gerichten (bevorzugt Fisch und weißem Fleisch) eine gute Figur macht und nebenbei noch bestens als Sekt-Grundwein taugt. Aber als Stammvater einer klassischen Weinfamilie hat man natürlich viele gute Verbindungen und als "pinot blanc" auch international einen vorzüglichen Ruf. Einziger Wermuts-Tropfen für Pfälzer Weißburgunder-Freunde: Mit 2,7 Prozent der Rebfläche ist der Weißburgunder-Anteil zwischen Bockenheim und Schweigen nicht allzu hoch. Doch der Weißburgunder ist im Kommen, und die Qualität besticht: Die Pfälzer Gewächse schneiden bei Wettbewerben hervorragend ab.
Dem Namen nach ein Pfälzer Bub, ansonsten einer aus der glorreichen Familie der Burgunder und - leider - eine gespaltene Persönlichkeit. 1711 fand der Apotheker Johann Seeger Ruland die verwilderte Sorte, doch daran erinnern heute nur noch die lieblich ausgebauten "Pinot gris"-Weine. Sie heißen Ruländer; die trocken ausgebaute Variante kommt unter Grauburgunder daher: Wer aus so schwierigen Verhältnissen stammt, muss Charakter entwickeln: Das gilt für die gehaltvollen, edelsüßen Typen, die als Aperitif oder Desertwein eine exzellente Figur machen, ebenso wie für die trocken-eleganten Spielarten, die beispielsweise zum Braten passen. So ist er; der Grauburgunder: Ein Verwandlungskünstler mit milder Säure und einer kleinen, aber treuen Fan-Gemeinde in der Pfalz (2,2 Prozent der Rebfläche).
Ein alter und weitgereister Fahrensmann wie er könnte prahlen mit seinen Erfolgen und Kontakten: Wer kann schon Plinius als Kronzeugen bennen oder die Kurfürsten der Pfalz ? Wer kann schon darauf verweisen, dass seinesgleichen sich im ältesten Weinberg der Pfalz, dem Traminer-Weinberg in Rhodt unter der Rietburg, findet ? Soviel Tradition verpflichtet: Und deshalb zeigt der Gewürztraminer mit seiner kraftvollen Würze und seinem Bukettreichtum nicht nur als edelsüßer Aperitif oder Desertwein Charakter, sondern macht, trocken ausgebaut, auch manchen Braten zum Geschmackserlebnis. Auf den Beifall der Massen hat er nie Wert gelegt. 1,5 Prozent der pfälzischen Rebfläche sind für einen solchen Vertreter von altem Adel genug, eben einfach "standesgemäß".
Portugieser
Dornfelder
Spätburgunder
Mit einem süffig-leichten Lebemann wie ihm machen die pfälzischen Weinfeste erst richtig Spaß: Man bestelle einen Portugieser Weißherbst und genieße. Den Löwenanteil unter den roten Sorten mit etwa 10,8 Prozent hat sich der Portugieser; der 1860 in die Pfalz kam, erst in den letzten Jahren gesichert, weil besonders junge Leute seine unkomplizierte Art (neutraler Geschmack, milde Säure, wenig Bukett) lieben. Doch sollte man den Zuwanderer aus dem Osten, der mit Portugal gar nichts zu tu hat, nicht unterschätzen. Denn es gibt immer wieder gehaltvolle Portugieser; die mit leichtem Burgunder-Ton beispielsweise ein Wildgericht veredeln.
Wenn das keine Erfolgs-Geschichte ist: Da kommt ein südländischer Beau Jahrgang 1956 von tiefroter Gesichts-Farbe daher und schon liegt ihm die Weinwelt zu Füßen. So geschehen seit Anfang der neunziger Jahre in der Pfalz. Die Eltern (Helfensteiner und Heroldrebe) spielen keine Rolle auf dem Weinmarkt, dafür macht der Jüngling, eigentlich als Deckrotwein gedacht, plötzlich eigenständig Karriere; präsentiert sich, trocken ausgebaut, als samtiger; gehaltvoller; und markanter Rotwein, der bestens zum Braten und aromatischem Käse passt; schmückt sich, wenn es sein muss, mit Barrique-Tönen - und erzielt Traumpreise. Rund 7 Prozent der Rebfläche sind inzwischen mit Dornfelder bestockt, die Nachfrage nach Reben ist riesig. Bleibt nur zu hoffen, dass dem jugendlichen Himmelsstürmer das Glück treu bleibt.
Das ist, verglichen mit den beiden jungen Kollegen der Rotwein-Fraktion, der Grandseigneur der pfälzischen Rotweine, mit erstklassigen Empfehlungen, Jahrhunderten an Erfahrung und aus bestem Burgunder-Haus. Einer wie er sucht nicht den schnellen Erfolg, sondern überzeugt mit wachsender Fassreife. Dann wird der Wein weicher; die Fruchtaromen wie etwa Brombeere entfalten sich und der Barrique-Ausbau sorgt noch für zusätzliche Geschmacksfinessen. Würzige Braten oder Wildgerichte lassen sich so veredeln. 4,3 Prozent Spätburgunder in der Pfalz sind natürlich nicht viel. Aber es werden immer mehr und die Fachwelt staunt: Bei Verkostungen deutscher Rotweine liegen Pfälzer Spätburgunder regelmäßig vorne.
Wir wünschen Ihnen viele besinnliche Stunden mit den Weinen der Pfalz. Besuchen Sie unsere Winzer im Ort, die Ihnen die Feinheiten der Ruppertsberger Weine näher bringen werden.